1. Moderne Heizkessel
Ein alter Heizkessel benötigt bereits eine Unmenge Brennstoff für das Erhitzen des Wassers im Heizungskreislauf, damit die Heizkörper genügend Wärme abgeben können.
Die Energieausnutzung alter Kessel liegt auf ein Jahr gerechnet bei 45 – 65%. Etwa 20% gehen allein aufgrund schlechter Kesselisolierung ungenutzt verloren, weitere 12% durch Abgasverluste. Oder anders ausgedrückt: Tag für Tag verschwinden 2,5 Liter Heizöl durch den Schornstein.
Neue Kessel dagegen sind mit modernsten Isolierungen ausgestattet, die nur noch ca. 1% Nutzungsverlust durch die Kesseloberfläche und 3% Abgasverlust verursachen. Auf ein Jahr ermittelt (Sommer: Warmwasser, Winter: Heizung & Warmwasser) beträgt die Ausnutzung also 96%!
2. Niedertemperaturkessel
Wenn Sie schon einen neuen Heizkessel installieren, sollten Sie sich gleich auch für eine besonders effiziente Version entscheiden.
Niedertemperaturkessel können schon bei deutlich geringerer Temperatur (50˚C) als alte Systeme (80-90˚C) das Wasser im Heizsystem wärmewirksam erhitzen. Das spart Brennstoff. Darüber hinaus sind diese Systeme optimal wärmeisoliert.
Kombinieren Sie Niedertemperaturkessel gleichzeitig mit einem Außentemperaturregler, fährt die Zentralheizung an warmen Tagen automatisch herunter und an kalten Tagen entsprechend wieder hoch.
3. Niedertemperatur-Brennwertkessel
Noch effizienter sind Niedertemperatur-Brennwertkessel. Sie bringen alle Vorteile eines Niedertemperaturkessels mit (nur 50˚C Vorlauftemperatur, optimale Wärmeisolierung etc.), verfügen aber darüber hinaus über einen Abgas-Wärmetauscher. Beim Abkühlen der Abgase entsteht Wasserdampf. Die dabei frei werdende Wärme wird mit Hilfe des Wärmetauschers für den Heizvorgang genutzt.
Der Effekt: Der Wirkungsgrad liegt bei Gas bei 102% und bei Öl sogar bei 107%!
4. Unser Tipp:
Lassen Sie die Kesselleistung Ihrer Heizung durch einen Fachmann überprüfen. Entspricht sie dem Bedarf, den Ihr Haus aufgrund seiner Wohnfläche, Zimmeranzahl, Stockwerke und Anzahl der Heizkörper benötigt?
Zu groß dimensionierte Kessel vergeuden Brennstoff, der gar nicht benötigt wird. Ist der Kessel zu klein berechnet, muss er unglaublich „arbeiten“ und Brennstoff nutzen, um tatsächlich auch den am weitesten entfernten Heizkörper mit heißem Wasser zu versorgen.
Hierbei spielen übrigens auch die Leistungsstärke der Pumpe sowie die Durchmesser der Heizungsrohre eine wichtige Rolle. Alles muss zusammenpassen, um eine maximale Effizienz zu erzielen.